Am 25. April 1983 präsentierte der Stern in Hamburg einige Kladden aus einem Bestand von 60 Bänden, die er Adolf Hitler zuschrieb. Die Handschrift ähnelte bekannten Schriftproben. Das Bundesarchiv erhielt zunächst drei Bände zur Prüfung. Jetzt ließen sich auch die Heftfäden, die Einbände und die Tinten untersuchen.
Was ergab die Beweisaufnahme?
Ein großer Teil der untersuchten Materialien passte zeitlich nicht in die Kriegsjahre. In weiteren Bänden entdeckten die Archivare eine zweite Spur. Die Einträge wiederholten Fehler aus einer von Max Domarus herausgegebenen Sammlung von Reden. Wo die Sammlung Lücken hatte, schwiegen auch die Tagebücher. Am 6. Mai gab das Bundesarchiv die Fälschung bekannt. Seine Onlinegalerie zeigt eine Tagebuchseite und die Pressemitteilung von jenem Tag.
Bei einer bestrittenen Unterschrift auf einem Vertrag, Testament oder Zahlungsauftrag stellen sich zwei Fragen: Was lässt sich am Dokument feststellen, und welche rechtlichen Schritte kommen infrage? Die Kanzlei Tzion Bahalul vertritt Mandanten in Israel in Zivilverfahren wegen Betrugs und bei der Rückforderung von Geldern.